Seltener als ein Yeti in der Sauna

seltener-als-ein-yeti-in-der-sauna-hund-schwarz-skeptisch-kritisch-fotolia-100100999

… ist ein Staatsanwalt auf der Anklagebank, wage ich zu behaupten. Und als ob das nicht Sensation genug wäre, hatte es das Amtsgericht Frankfurt am Main jetzt mit einem ganz besonderen Prachtexemplar zu tun, wie die LTO heute berichtet:

Das Amtsgericht (AG) Frankfurt hat einen Staatsanwalt wegen Beleidigung, Körperverletzung, Missbrauch des Notrufs und „Amtsmissbrauch“ (Nötigung unter Missbrauch seiner Stellung als Amtsträger gemäß § 240 Abs. 4 Nr. 3 Strafgesetzbuch) zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt (Urt. v. 12.09.2016, Az. 4460 Js 14207/15). Zusätzlich muss er 8.000 Euro an eine Polizeistiftung zahlen. Der 38-Jährige ist seit knapp einem Jahr vom Dienst bei der Staatsanwaltschaft in Gießen suspendiert.

Die vier Tatbestände erfüllte der Mann nach Ansicht des Gerichts durch drei Tathandlungen. So schlug er als Beifahrer im Rahmen einer Verkehrskontrolle einen Polizisten und beleidigte diesen. Außerdem sandte er der Ex-Frau eines Bekannten ein Schreiben mit dem Briefkopf seiner Behörde und verlangte ohne dienstliche Veranlassung die Herausgabe diverser Gegenstände, unter anderem ging es um eine Skiausrüstung. Auch bei einem Streit mit Türstehern vor einem Club nutzte er seine Position und rief die Polizei – ohne Not, wie das Gericht befand.

WeiterlesenSeltener als ein Yeti in der Sauna

Bild Anspitzer recht-deutlich.org

Sorry, liebe Maurer

Welche Berufe machen Menschen glücklich? Maurer und Bergleute haben’s da wohl nicht so gut getroffen, meint die FAZ unter Berufung auf eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Und kommt zu dem überraschenden Ergebnis, dass es uns Rechtsanwälten wohl im allgemeinen gar nicht so schlecht geht, wie man anhand des gängigen Juristengejammers denken könnte, denn: wir sind anscheinend „die glücklichsten Deutschen“.

sorry-liebe-maurer-hund-mops-zeitung-klo-toilette-fotolia-69835502

Auf die Studie an sich will ich gar nicht näher eingehen – der Montag-nachmittags-auf-der-Terrasse-sitzen-Index überzeugt mich vollauf 🙂

Interessant finde ich allerdings, dass gerade das Dasein als selbständiger Anwalt – das Sibirien der Juristenkarriere, wenn man anderen Quellen Glauben schenken will – als besonders erfüllend beschrieben wird:

Der Beruf des Anwalts hat zumindest viele Vorzüge, findet zumindest Rechtsanwalt Jürgen Widder: Anwälte helfen Menschen in schwierigen Lebensphasen, sie haben ein ordentliches Sozialprestige – und sie arbeiten als Kanzleiinhaber ziemlich selbstbestimmt. „Das spiegelt sich nicht nur darin wieder, dass man mal abends arbeitet statt nachmittags um zwei“, findet Widder, sondern: Ein selbständiger Anwalt könne Mandate auch mal ablehnen.

Das sehe ich ähnlich und finde es schön, dass diese Sicht auch mal zur Sprache kommt.

So, jetzt ab auf die Terrasse…

 

Bildnachweis: Fotolia_69835502

Bild Anspitzer recht-deutlich.org

Post vom Anwalt

post-vom-anwalt-briefkasten-gelb-zaun-mauer-wand-fotolia-68753813

War das spannend, damals als Kind, wenn man mal einen Brief aus dem Kasten gefischt hat, der tatsächlich für einen selbst, und nicht für die Eltern bestimmt war. Post vom Brieffreund? Geburtstagskarte von Oma, mit 10-Mark-Schein drin?

Dass man erwachsen wird, merkt man dann irgendwann unter anderem daran, dass man einen leeren Briefkasten durchaus zu schätzen weiß. Keine Briefe heißt schließlich: keine Rechnungen.

Aber nicht nur Rechnungen lassen manch einen beim Griff in den Briefkasten zusammenzucken. Auch Post vom Anwalt treibt dem Adressaten gelegentlich Schweißperlen auf die Stirn.

Außerdem darf sich der Empfänger von Anwaltspost häufig der Neugier seiner Mitmenschen sicher sein. Steht ja sicherlich was Wichtiges drin. Oder was kriminelles.

An dieser Stelle möchte ich an das Briefgeheimnis erinnern.

WeiterlesenPost vom Anwalt

Bild Anspitzer recht-deutlich.org