Von Helden und Schurken…

„Ich bin Ihr Anwalt! Das bedeutet ich bin Ihre Mutter, Ihr Vater, Ihr bester Freund und Ihr Priester“

Zitat aus dem Film Zwielicht

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Treffender könnte eine Beschreibung nicht sein. Ich würde sogar noch weiter gehen. Wir sind Therapeuten, Sachverständige, Psychologen und Seelsorger.

Manche Mandanten kommen zu uns und erzählen uns ihre gesamte Lebensgeschichte. Auch wenn man aus juristischer Sicht nichts machen kann, fühlen sich die Mandanten betreut und sind dankbar für das offene Ohr.

Viele unterschätzen unsere Arbeit, das Feingefühl und die Empathie, die wir aufbringen müssen um auch mit den schwierigen Fällen umzugehen.

Bedenkt man, welche Fähigkeiten wir inne haben müssen, wäre unser Stundenlohn nicht mehr zu beziffern. Aber wir helfen auch denen, die kein Geld haben nach besten Wissen und Gewissen. Manchmal aus Mitleid und manchmal wegen dem Sinn nach Gerechtigkeit. Einige Mandanten sehen in uns Helden, weil wir ihre größten Probleme lösen können. Für die Gegenseite sind wir aber zugleich das personifizierte Böse.  Dabei wollen wir nur das Beste für den Mandanten und niemanden sonst.

Manche Kollegen haben aber anscheinend vergessen, worum es wirklich bei unserer alltäglichen Arbeit geht. Der Mandant ist für viele nicht mehr wichtig und steht nur noch im Hintergrund. Der Mensch, der dahinter steckt, interessiert nicht mehr. Das Einzige was zählt, ist Geld und der gute Name.

Dabei steht selbst in der BRAO Bundesrechtsanwaltsordnung

§ 43 Allgemeine Berufspflicht

Der Rechtsanwalt hat seinen Beruf gewissenhaft auszuüben. Er hat sich innerhalb und außerhalb des Berufes der Achtung und des Vertrauens, welche die Stellung des Rechtsanwalts erfordert, würdig zu erweisen.

Ein guter Anwalt sollte also immer für seinen Mandanten da sein.

 

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Bild Bleistift recht-deutlich.org

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